Freitag, 17. Juni 2011

Pitbull - Planet Pit - Album Review

Nun also ist es so weit: Pitbull hat sein neues Album "Planet Pit" veröffentlicht - heute zwar nur in Deutschland, aber bis zum 21. Juni folgen die anderen Staaten.
Die Erwartungen an "Planet Pit" waren immens, zumal der kubanoamerikanische Rapper in den vergangenen zwei Jahren Hits am laufenden Band produzierte und auch jetzt wieder gut loslegte. 
Es geht los mit Vain und einem Intro "Mr. Worldwide" - Als Ausblick für die kommenden Tracks taugt dieses Intro schonmal: man wird vornehmlich schnelle R&B, House- und Dance-Tracks hören. Als Nummer 2 folgt Pitbulls derzeitiger Hit "Give Me Everything" mit Nayer und Ne-Yo, produzierte von Shootingstar Afrojack, meiner Meinung nach der stärkste Song, den Pitbull je hatte (ob im Zug, im Auto, im Club im Bad oder einfach so zum Nebenbeihören) und auch der stärkste des Albums, wer also jetzt damit rechnet, es ginge so weiter, wird enttäuscht.
Weiter geht es mit Jennifer Lopez' Ehemann Marc Anthony, Starproduzent RedOne und "Rain Over Me" - einem Track der  auch hitverdächtig ist. Nummer 4 gebührt T-Pain und "Hey Baby", einem Track, der schon länger bekannt ist, zu dem man zwar noch feiern kann, der aber mehr oder weniger bereits totgehört ist. Auf Nummer 5 folgt dann der erste nicht-House-Track: "Pause" ist ein basslastiger Uptempo-R&B-Track gepaart mit lateinamertikanischen Einflüssen (Merengue im Refrain) - auf Dauer ist "Pause" langweilig, doch auch dieser Track ist absolut clubtauglich. In Titel 6 hat Enrique Iglesias seinen Einsatz und revanchiert sich bei Pitbull für dessen Hilfe in "Tonight" - "Come & Go" ist ein guter Track, der Enriques Song "Tonight" allerdings nicht das Wasser reichen kann. Im nächsten Track "Shake Señora" geben sich Sean Paul und wiederum T-Pain die Ehre - dieser Track weist parallel zu seinem Titel auch die meisten Latin-Einflüsse auf; Diese Mischung aus Latin House und Dirty Dutch House wurde von DJ Snake und Clinton Sparks produziert. Auch der nächste Titel "International Love" mit Feature Chris Brown war bereits vorher bekannt, bzw. wurde vorher veröffentlicht - der Song ist recht langweilig, aber dennoch nicht schlecht, besonders die Parts von Chris Brown stechen dabei hervor.
Als 9. Titel folgt die einzige langsamere R&B-Nummer: "Castles Made of Sand" mit Kelly Rowland überzeugt vor allem durch die Sängerin. Titel 10 "Took My Love" mit Red Foo, Vein und David Rush wurde von den Partykings von LMFAO produziert und klingt auch dementsprechend, der Track geht ins Ohr. Vom nächsten Song "Where Do We Go" gab es verschiedene Versionen, die mit Chris Brown war zuerst bekannt, doch auf dem Album ist Jamie Foxx und der passt in diesen Song einfach nicht rein, Chris Brown wäre hier die bessere Wahl gewesen. Auch der nächste Titel "Something For The DJs" war bereits im Voraus bekannt und ist eigentlich nichts einzigartiges - Afrojack und David Guetta haben zwar einen recht coolen Beat produziert doch der passt nicht so wirklich zu Pitbull.
Auf der Deluxe-Version sind noch vier weitere Songs: ein Remix von "Shake Señora", der nichts besonderes ist, ein starker, von DJ Frank-E produzierter Song mit Akon mit dem Titel "Mr. Right Now", der Latin-House-Track "Oye Baby" von Nicola Fassano, den dieser bereits vor ein oder zwei Jahren veröffentlichte. Den letzten Platz des Albums nimmt symbolisch der grottenschlechte Track "My Kinda Girl" mit Nelly ein, das hätte man sich sparen können. 
Kommt also die Frage ob man sich besser die Deluxe- oder die normaler Version kaufen sollte, kann man auf die Deluxe-Version verzichten, abgesehen von "Mr. Right Now" hat diese keinen Mehrwert. In seiner Gesamtheit ist "Planet Pit" jedoch ein echt starkes Werk geworden.