Mittwoch, 22. April 2009

Don Omar - iDon (Album Review)

Don Omar hat ein neues Album veröffentlicht, und was für eins! Genannt wird es iDon, ein kreativer Name, bei dem einem sofort Begriffe wie iTunes, iPhone oder iPod etc. im Kopf schwirren. Wer weiß, vielleicht wollte Apple-Chef Steve Jobs einfach mal einen kleinen Werbegag mit Don Omars Album machen; Ob er damit jedoch zu Zeiten der Weltfinanzkrise mehr Produkte absetzen kann, ist ebenso zweifelhaft, als dass der Name dem puertoricanischen Reggaeton-Star helfen kann, mehr Alben zu verkaufen.
Denn so hart es klingt, Don Omar hatte schon weit bessere Alben als dieses. Nachdem Wisin & Yandel im vergangenen Jahr "Los Extraterrestres" veröffentlicht hatten, wollte Don wohl auch etwas außerirdisch sein, doch "iDon" ist außerirdisch unterirdisch.
Schon beim Anblick der Trackliste stockt einem der Atem, denn was soll man schon von Songs, die Galatic Blues, SciFi oder Sexy Robotica heißen, halten?

Aus diesem Grund war es schon ein kluger (wenn auch ungewollter?) Schachzug als erstes Virtual Diva zu veröffentlichen; Neben "Virtual Diva" wäre noch "Sexy Robotica" hervorzuheben, der Rest ist musikalisch gesehen einfach nur unterirdisch. Wer jedoch gedacht hat, das sei alles, der täuscht sich, denn das absolute Highlight ist "Club 3000", ein Bonustrack.
In dem Sinne, willkommen im Weltraum, wenn dort sowas gehört wird, dann verschone uns Gott, dass jemals irgendwelche außerirdischen Gestalten auf der Erde laden sollten.

Der Vollständigkeit wegen hier noch die Trackliste:
  1. The Chosen
  2. Virtual Diva
  3. Blue Zone
  4. Ciao Bella
  5. Oasis
  6. Sexy Robótica
  7. How We Roll
  8. Galactic Blues
  9. CO2
  10. Sci Fi
Don Omar - Virtual Diva


Don Omar - Sexy Robótica